Dorstener TC e.V. | Im Werth 25 | 46282 Dorsten | Tel.: 0 23 62 / 2 32 79

DTC - über 100 Jahre Tennissport in Dorsten

1972 - 1981 / PLÄNE WERDEN WAHR

Die Entwicklung des Dorstener Tennisclubs 1912 e.V. ging stetig bergauf. Im Jahr 1972 zählte der Club 343 Mitglieder, davon 113 Jugendliche, womit sich der Anteil der Jugendlichen Tennissportler erfreulicherweise sehr positiv entwickelt hatte. Aufgrund der hohen Zahl sportlich aktiver Mitglieder konnte der DTC in allen Altersklassen erfolgreiche Mannschaften melden. 1981 wurde mit der Grundsteinlegung der Schritt zur Verwirklichung  eines weiteren Meilensteins in der Vereinsgeschichte, dem Bau der Vereinseigenen Tennishalle, vollzogen.

1990 -  / Neue Konzepte & Sportliche Höchstleistungen

Mit der Jahrtausendwende deutete sich auch für den Tennissport eine Wende an – leider unter ungünstigen Vorzeichen! Da den Publikumsmagneten Graf, Becker und Stich der 90er Jahre keine neuen Spitzenspieler folgten sank auch das Interesse der Allgemeinheit am Tennissport deutlich ab. Quotenkönig Fußball und ein deutlich verändertes Freizeitverhalten der jungen Generation sorgten für stark schrumpfende Mitgliederzahlen, die allen Dorstener Tennisvereinen zu schaffen machten.

Aber der DTC wusste immer zu überleben! Mit viel Geschick & persönlichem Engagement gelang es den Ehrenamtlichen und Mitgliedern des Vereins diese Durststrecke zu überbrücken und die Fahne des DTC hochzuhalten. Allen Vorständen war es eine Herzensangelegenheit, die gesamte Anlage immer auf dem aktuellen Stand zu erhalten und entsprechende Investitionen vorzunehmen, um den wachsenden Ansprüchen der Mitglieder gerecht zu werden.

1981 - 1990 / Die Boom-Jahre

 

Bereits zur Wintersaison 1981/1982 konnte die Halle eingeweiht und bespielt werden. Dem Dorstener Tennisclub 1912 e.V. standen somit 6 Außen- und 2 Hallenplätze zur Verfügung. Zusätzlich wurde die Begeisterung für den Tennissport durch das Auftreten der Jahrhunderttalente Boris Becker und Steffi Graf weiter angefacht und der vormals manchmal als elitär etikettierte „weiße Sport“ entwickelte sich immer mehr zum Breitensport. Alle Dorstener Vereine konnten von diesem Boom profitieren. 1987 wurde das 75-jährige Bestehen des DTC mit einem rauschenden nostalgischen Pfingstfest gefeiert.

Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 1989 wurde Werner Tüshaus, dessen seit 1966 fast ohne Unterbrechung bestehende Vorstandstätigkeit endete, vom neuen Vorstand der Ehrenvorsitz angetragen.

Mit Beginn des neuen Jahrzehnts gelang es mit neuen Konzepten & Familienangeboten wieder einen deutlichen Zuwachs an Familien und jungen Mitgliedern für den Tennissport im DTC zu gewinnen. Eine nachhaltige und sehr erfolgreiche Jugendarbeit brachte dem DTC nicht nur das Prädikat als erfolgreichstem Tennisverein im WTV 2015 ein, sondern sorgte auch für einen kontinuierlichen Zuwachs an Mitgliedern, so dass aktuell wieder über 300 Mitglieder im DTC aktiv sind.

 

Sportlich waren die letzten Jahre sicherlich am meisten von den Erfolgen der 1. Herrenmannschaft um Teamkapitän Marcel Schröder geprägt. Den kontinuierlichen Aufstieg von der Verbandsliga bis zur Westfalenliga krönte das Team mit dem Westfalenmeistertitel im Jahr 2014 und der Teilnahme an der 2. Bundesliga

in der Saison 2015.

 

Für die nahe Zukunft hat sich der Verein mit einem erweiterten Förderprogramm für Jugendliche mit Unterstützung der Tennisschule Wilmink neue Aufgaben gestellt, die für eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte des Dorstener Tennis Club 1912 e.V. auch im zweiten Jahrhundert seines Bestehen sorgen wird.

1912- 1945 / HISTORIE

 

Bereits ab 1908 fanden sich auf dem Gelände der Teppichfabrik Stevens-Schürholz in Hervest-Dorsten und auch – diesseits des Jordans - an der Alleestraße bei der Gastwirtschaft Börgers (heute Wacholderhäuschen), sowie ab dem Jahr 1911 auf dem Gelände der Gaststätte Wegener (Schillergarten) erste Freunde des „weißen Sports“ zusammen. Die unter den Namen Pilz-und Maikäferclub aufspielenden Tennisfans schlossen sich 1912 zusammen und gründeten den Dorstener Lawn-Tennisclub 1912 e.V.

 

Im Jahre 1923 entschloss sich der Club, eine neue Platzanlage zu errichten. An der Clemens-August-Straße (früher Grenzstraße) entstanden 3 Spielplätze. Die Zahl der Tennis-Aktiven ermöglichte es inzwischen, regelmäßig an Turnieren teilzunehmen.1925 erfolgt die Eintragung ins Vereinsregister. Bereits 1932 konnte man sich eines Westfalenmeisters rühmen: als Jugendlicher erwarb Arthur Cramer diesen Titel.

1946 - 1971 / DIE MITTLEREN JAHRE

Schon im Juli 1945 begann man mit dem Wiederaufbau der stark beschädigten Clubanlage. Alle verfügbaren Mitglieder,

allen voran der Platzwart Esser, brachten sich mit Elan ein und so konnte schon im Frühjahr 1946 der Spielbetrieb wieder

aufgenommen werden. Zum 50jährigen Jubiläum im Jahre 1962 konnte der Vorstand unter dem Vorsitz von Wolfhard

Lüngen erfolgreich den seit 1924 bestehenden Pachtvertrag für das Clubgelände durch einen Erbpachtvertrag über

99 Jahre ersetzen, sowie dem Verein eine Fläche von ca. 8.000qm langfristig sichern.

 

Die Begeisterung für den Tennissport hielt an und im Jahr 1962 zählte der Club bereits 120 Mitglieder. Am 30.März 1966 wurde Werner Tüshaus zum ersten Mal als 1. Vorsitzender gewählt. Dieses Amt hatte er bis auf eine zweijährige Unterbrechung bis 1989 inne, in der er den Club nachhaltig erfolgreich prägte.
Die Mitgliederzahlen stiegen weiter kontinuierlich an, was dazu führte, über eine neue größere Platzanlage nachzudenken. Man kam mit der Stadt überein, das Erbbaurecht an der Clemens-August-Straße aufzugeben und es auf die Dauer von 50 Jahren gegen ein ca. 12.000 qm großes Areal im Freizeitpark Maria Lindenhof einzutauschen. Im September 1970 waren die Weichen gestellt. Es entstand eine Anlage mit 6 Spielplätzen, Clubhaus, Trainingsplatz und Trainingswand. Zu Ostersonntag am 12. April 1971 konnten die Plätze erstmalig bespielt werden. Die feierliche Eröffnung erfolgte in Gegenwart zahlreicher Ehrengäste am 28. August 1971. Schon an diesem Festtag wurde der Wunsch laut, auch eine Halle auf dem Vereinsgelände zu bauen.